Was sind denn eigentlich Achtsamkeitsübungen?

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Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt,
offenbart sie dessen Schönheit.
Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt,
wandelt sie es um und heilt es.
~ Aus dem Zen-Buddhismus ~

Sehr oft werde ich von meinen Kursteilnehmern gefragt:

„Du sag mal, was sind denn eigentlich Achtsamkeitsübungen? Und wozu soll das gut sein?“

Achtsamkeitsübungen kommen urprünglich aus dem Zen-Buddhismus und sind auch als

Vipassana oder Einsichts-Meditation bekannt.

Das Einüben dieser Meditationsart kann Menschen dabei helfen, besser mit Stress,

Angst und Krankheiten umzugehen.

 Die typischen Merkmale der „Achtsamkeit“ :

  • Meine Bewusstheit ist auf das „Hier und Jetzt“ gerichtet
  • Meine Aufmerksamkeit ist gesteigert
  • Ich analysiere nicht, sondern erfahre, und das mit all meinen Sinnen
  • Ich nehme alles an, was von selbst auf der Oberfläche des Geistes erscheint, egal ob negativ oder positiv und urteile nicht über das, was  sich mir zeigt
  • Ich identifiziere mich nicht mit dem Gedachten, Erlebten, Erfahrenen, sondern ich beobachte ganz neutral

Hier nun eine kleine Achtsamkeitsübung zum Ausprobieren:

Die Atemmeditation
Bei dieser Übung geht es um die Konzentration auf den Atem. Schafft man es, seine Konzentration während der Übung immer länger und intensiver beim Atem zu belassen, wird man auch im Alltag achtsamer und leidet weniger unter Streß. Setze oder lege dich an einen Ort, wo du in den nächsten 5-10 Minuten nicht gestört werden kannst. Schließe die Augen und verfolge den natürlichen Rhythmus des Atems. Vielleicht suchst du dir dabei einen Bereich des Körpers, wo du den Atem spüren kannst. Dies könnte z.B. die Innenseite der Nasenflügel sein, dort wo die Luft in den Körper ein- und wieder ausströmt.Wenn du merkst, dass du durch deine Gedanken abgelenkt wirst, so kehre ganz sanft wieder zur Konzentration auf den Atem zurück. Dies ist der wichtigsteTeil der Übung. Ärgere dich nicht über die auftauchendenGedanken, sondern kehre einfach immer wieder ganz ruhig zu deinem Atem zurück.

Und zu guter Letzt…eine passende Geschichte aus dem Zen-Buddhismus für euch:

Vom Glück des Augenblicks

Ein Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich sein könne. Er sagte:

„Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich …“

Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort:
„Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?“
Er sagte wiederum:
„Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich … „
Wieder sagten die Leute:
„Aber das tun wir doch auch!“

Er aber sagte zu ihnen:
„Nein –
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“

Habt ein entspanntes Wochenende

Eure Petra

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2 Gedanken zu “Was sind denn eigentlich Achtsamkeitsübungen?

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